Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
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Lasertechnik und Medizin

Das Lasern der Augen ist eine Alternative zur Brille oder zu Kontaktlinsen. Bei Erkrankungen der Horn- oder Netzhaut kann eine Behandlung mit dem Augenlaser helfen, diese Schwächen zu korrigieren. Es werden die unterschiedlichsten Techniken eingesetzt. Mit einem Excimer-Laser wird die Hornhaut im Auge verändert, indem die Brechkraft des Auges geändert wird. Die Brechkraft ist die Stärke, mit der die einfallenden Lichtstrahlen im Auge gebündelt werden. Diese werden in Dioptrien gemessen. Für den Menschen mit einem normalen Sehvermögen liegt die Brechkraft bei rund 65 Dioptrien. Liegt der Wert darüber, ist man weitsichtig, liegt der Wert darunter liegt spricht man von Kurzsichtigkeit.

Die Lasik-Methode

Bei ambulanten Laser-Operationen wird heutzutage die Lasik-Methode am häufigsten angewendet. Hier wird die oberste Schicht der Hornhaut weggeklappt. Dazu wird mit einem hobelähnlichen Messer, bei der Femto-Lasik-Methode mit einem besonderen Laser, eine Schicht von der Hornhaut getrennt. Danach werden mit dem Laser die tieferen Schichten bearbeitet. Danach wird die vorher abgehobelte und umgeklappte Hornhaut wieder zurückgeklappt. Um gute Erfolgsaussichten zu haben, sollten für eine solche Behandlung folgende Abweichungen von der Normalsichtigkeit nicht überschritten werden:

  • Bei der Kurzsichtigkeit, Myopie bis zu -10 Dioptrien
  • Bei der Weitsichtigkeit, Hyperopie bis zu +4 Dioptrien
  • Bei der Stabsichtigkeit, Astigmatismus bis zu -4 Dioptrien

Das Lasik-Laser Epitheliale Keratomileusis-Verfahren

Diese Methode setzt sich zusammen aus der älteren PRK (photorefraktive Keratektomie) und der Lasik Methode. Hierbei wird ein Scheibchen der Hornhaut abgehoben. Diese ist nur 0,05 Millimeter dünn und damit sehr viel dünner als bei der Lasik-Methode. Sie besteht nur aus der äußersten Hornhautschicht, dem Epithel. Nach dem Eingriff muss für ein paar Tage eine Kontaktlinse als Verband benutzt werden. Ansonsten könnte das dünne Teilchen leicht verrutschen. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass selbst noch bei einer ziemlich dünnen Hornhaut dieser Eingriff möglich ist.

Das Lasik-Laser in situ Keratomileusis-Verfahren

Dies ist das älteste Laserverfahren und auch als photorefraktive Keratektomie bekannt. Es wird nur noch bei Patienten mit geringen Brechkraftfehlern benutzt. Hier wird von der äußeren Hornhaut eine Hundertstelmillimeter starke Schicht entfernt. Die Hornhaut bleibt nach dem Eingriff offen. Nachteil, das führt zu ­Schmerzen und verlangsamt die Heilung.

Die Phootherapeutische Keratektomie

Dieses Verfahren, abgekürzt PTK genannt, wird bei erneut auftretenden Defekten an der Hornhaut, bei Narben an der Oberfläche der Hornhaut und bei fortschreitender Degeneration der Hornhaut angewandt. Dabei wird eine lokale Anästhesie eingesetzt um dann mit Hilfe von Wärme erzeugenden Laserstrahlen kleinste Hornhautteile oder auch ganze Schichten abzutragen. Mithilfe dieses Verfahrens kann auch die Oberfläche der Hornhaut geglättet werden.

Hier gibt es weitere Informationen zur Lasertechnik!

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