Bild: Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de
Lichttrennschalter

Sicherheitsmaßnahmen in der Technik – Lasttrennschalter

Wenn die Menschen in Deutschland etwas wirklich fürchten, dann ist es nicht unbedingt das schlechte Wetter oder der Ausbruch einer Epidemie, sondern was ihnen wirklich Kopfschmerzen beschert ist der Gedanke an einen kompletten Black Out, an ein Versagen der Stromversorgung. Richtig schlimme Fälle hat es diesbezüglich in Deutschland zwar noch nicht gegeben und glücklicherweise sind Krankenhäuser und andere wichtige Institutionen auf solche Situationen vorbereitet, doch gerade im Zuge der Energiewende und der damit verbundenen Umstellung auf die Versorgung durch erneuerbare Energien wird den Menschen immer wieder das Horrorszenario vorgegaukelt, dass es gerade im Winter zu Versorgungsengpässen und Stromausfällen für ganze Gegenden kommen könnte. Ein normales Krankenhaus ist mit Hilfe von Generatoren auf einen Black Out von einem bis zwei Tagen eingestellt, doch danach würden auch hier die Lichter ausgehen.

Lasttrennschalter

Ist das alles nur Panikmache oder sieht die Situation möglicherweise wirklich so düster aus? Glücklicherweise gibt es ja Hilfsmittel, die dafür sorgen können, dass es eben nicht zu einem langfristigen und schweren Stromausfall kommt oder die die Wahrscheinlichkeit eines solchen zumindest verringern können. Dazu gehört unter anderem der Lasttrennschalter. Diese Mischung aus einem Lastschalter und einem Trennschalter wird zwar hauptsächlich als Haupt- und Übergabeschalter in kleinen Mittelspannungsverteilungsanlagen eingesetzt, doch auch in größeren Dimensionen ist der Einsatz des Lasttrennschalters durchaus denkbar Trennschalter (mehr dazu siehe hier unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Lastschalter). So kann beispielsweise bei den Stadtwerken größerer Städte ein Lasttrennschalter dafür sorgen, dass schadhafte Teile des Netzes bei Kabelfehlern vom Rest des Gesamtnetzes getrennt werden und so bei möglichen Ausfällen eben nur kleine Teile betroffen sind und nicht etwa eine ganze Stadt oder Region.

Niederspannungsgeräte

Dennoch gehört der Lasttrennschalter grob gesehen zur Kategorie der Niederspannungsschaltgeräte. Deren Funktion besteht aus Freischaltungen, Lastschaltungen, Schaltungen von Kurzschlussströmen und Motoren oder aber auch zur Sicherheit von Personen und zum Schutz gegen Überstrom. Kurz gefasst ist der Niederspannungsschalter dafür verantwortlich, elektrische Betriebsmittel zu schalten und zu schützen. Neben dem Lasttrennschalter gehören auch Leistungsschalter in diese Kategorie. Letzterer ist ein mechanisches Schaltgerät, das Ströme unter Betriebsbedingungen im Stromkreis einschaltet, ausschaltet und führt. Er kommt zum Beispiel bei außergewöhnlichen Bedingungen wie einem Kurzschluss zum Einsatz. Der Lasttrennschalter wird hauptsächlich in gewerblichen und industriellen Anlagen als Schutzeinrichtung verwendet. Besonders dient er in der Rolle eines Anlagenhauptschalters oder Motorenschutzschalters als Schutz vor Kurzschlüssen und Überlastungen.

Der Einsatz eines solchen Schalters lohnt sich besonders in kleineren Schaltanlagen, da in einem solchen Fall kein herkömmlicher Trennschalter gebraucht wird, der eher in Hochspannungsanlagen verwendet wird. Der Lasttrennschalter sorgt für die Schaltung von unbelasteten und belasteten Transformatoren, Kabeln und Freileitungen und ist zudem dafür zuständig, dass die Sicherheit innerhalb der Schaltanlage gewahrt wird. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt die Funktion des Lasttrennschalters sehr gut, nämlich im Bereich von Photovoltaikanlagen. Hier wird er als so genannter PV-Feuerwehrschalter eingesetzt, der im Brandfall die Leitung der Solarmodule zum Wechselrichter spannungslos schaltet, so dass eine Spannungsfreischaltung der Leitungen automatisch ausgelöst wird, wenn die Feuerwehr das Haus vom Stromnetz trennt. Dies erhöht die Sicherheit für die Einsatzkräfte und sorgt dafür, dass nicht das gesamte Netz von den Folgen des Brandes betroffen ist.

 

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